Frisches aus dem Gesundheitswesen

Über 96 Prozent der Krankenhausrechnungen korrekt – VKD fordert neutrales Prüfinstitut

„Das unrühmliche Treiben von Krankenkassen und ihren Medizinischen Diensten verursacht in den Krankenhäusern mittlerweile Schäden in Milliardenhöhe. Besonders betroffene Kliniken werden an den Rand der Insolvenz gedrängt. Es kann nicht sein, dass ein Zusatzspieler getarnt als Schiedsrichter für die Tore sorgt. Wir fordern ein neutrales Prüfinstitut“, so VKD-Präsident Dr. Josef Düllings. Die im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD) zusammengeschlossenen kaufmännischen Führungskräfte deutscher Krankenhäuser fordern Politik und Selbstverwaltung auf, diese Fehlentwicklungen zu korrigieren …
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Prozessmanagement

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Immer mehr Krankenhäuser entscheiden sich für ein umfassendes Prozessmanagement

Doch dieses funktioniert nur, wenn notwendige Veränderungen schnell umgesetzt und von allen mitgetragen werden. Langwierige und unvollständige Abläufe kennzeichnen oft den Prozess des Aktenlaufs, was auch andere Bereiche des Krankenhauses negativ beeinflussen kann. Gründe dafür sind Medienbrüche und Schnittstellen zwischen verschiedenen Organisationseinheiten. Da der Aktenlauf bis zum letzten Prozessschritt nahezu alle Bereiche des Krankenhauses durchläuft, gibt es annähernd an jeder Schnittstelle ein erhöhtes Konflikt- und Problempotenzial zu diesen Bereichen.
Diese Prozessschwierigkeiten schlagen sich oft nieder in redundanten und je nach Abteilung differierenden Aktenführungen, einer verzögerten und oft unvollständigen Archivierung und einer verminderten Liquidität durch späte oder teils unvollständige Kodierung und Abrechnung. Setzt sich die Klinik das Ziel, den Prozess des Aktenlaufs zu verbessern, gilt es mit einem interdisziplinären Team auf Basis einer ausführlichen Analyse ein Soll-Konzept zu erstellen, das kontinuierlich an die sich stetig verändernden Abläufe einer Klinik angepasst wird.

Kodierung

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Die Beeinflussung ärztlicher Diagnosen durch gesetzliche Krankenversicherungen ist verboten

Trotzdem erhalten Ärzte weiterhin Vorschläge zur Kodierung von Diagnosen. Zu diesem Ergebnis kommen Versorgungsforscher im Rahmen einer anonymen Befragung. In Deutschland können gesetzlich Versicherte ihre Krankenkasse frei wählen. Das zieht gesundheitsökonomische Probleme nach sich: Die Krankheitslast (Morbidität) innerhalb einzelner Gruppen von Versicherten unterscheidet sich zum Teil erheblich. Dies berücksichtigt der Gesetzgeber über einen Risikostrukturausgleich: Gesetzliche Krankenversicherungen (GKVen) mit einer „guten“ Risikostruktur leisten Ausgleichszahlungen an Kassen mit einer „schlechten“ Risikostruktur.

Mehr Infos!

Bislang sind es 80 Krankheiten, für die die Krankenkassen einen besonderen Zuschuss erhalten und die daher auch für Diagnosebeeinflussungen besonders interessant sind. Das kommt nicht gerade selten vor, wie eine anonyme Befragung zeigt. Diese lief wie folgt:
Zwischen dem 31. August und dem 20. Oktober 2017 nahmen 1.000 Allgemeinmediziner, praktische Ärzte und Internisten ohne Schwerpunkt an einer von DocCheck Research durchgeführten anonymen Online-Befragung teil. Die Stichprobenziehung erfolgte per Zufallsauswahl aus dem DocCheck Online Panel, die erhobenen Daten wurden anschließend vom Wissenschaftlichen Institut für Gesundheitsökonomie und Gesundheitssystemforschung Leipzig ausgewertet. 820 (82,0 Prozent) aller Kollegen bekamen seit Einführung des morbiditätsorientierten Risikosturkturausgleichs (Morbi-RSA) Anfang 2009 Vorschläge zur Diagnosekodierung von GKVen. Auf Deutschland hochgerechnet, entspricht das mehr als 48.000 Ärzten.
Anfang 2017 folgte das Gesetz zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung (HHVG) mit seinen umfangreichen Maßnahmen zur Kontrolle der Krankenkassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten noch 182 befragte Ärzte Vorschläge zur Kodierung von Diagnosen erhalten. Umgerechnet entspricht das knapp 11.000 Kollegen bundesweit. Seit April 2017, das Gesetz war nun “scharf geschaltet”, waren es 79 Mediziner, entsprechend 4.600 Kollegen bundesweit. Ab diesem Zeitpunkt greifen strikte Verbote zur Einflussnahme. Aufgrund der neuen Gesetzeslage änderte sich ab April 2017 das methodische Vorgehen von GKVen. Der Anteil persönlich angesprochener Ärzte verringerte sich von 62,9 auf 44,0 Prozent. Gleichzeitig kam es häufiger zur telefonischen Kodierberatung (20,1 versus 24,7 Prozent). Noch stärker gewinnt die Praxis-IT an Bedeutung (17,0 versus 28,0 Prozent).

Quelle: http://news.doccheck.com/de

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